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Moto Nord Piloten erobern Podestplätze in OscherslebenManou Antweiler siegt im Yamha-R6-Dunlop-Cup überzeugend von Startplatz zwei aus. Aris Michail startet von der Pole Position und gewinnt das Junior Cup Rennen. Max Maurischat erobert mit einem zweiten Platz im ersten Lauf und einem dritten Platz im zweiten Lauf die Tabellenspitze der IDM 125.
11.5.2012 – Schauplatz des zweiten Rennwochenendes der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) vom 4. bis 6. Mai war die Motorsport Arena Oschersleben. Trotz des schlechten Wetters wurden immerhin 8.500 Zuschauer registriert. Unter nasskalten Witterungsbedingungen konnte Manou Antweiler (16/Bleckede), der im Yamaha R6-Dunlop-Cup für das AC MoTeC Team antritt, eine etwas trockenere Phase nutzen, um mit einer Zeit von 1‘ 36,3“ vorläufig die Pole Position zu erringen. Am Ende wurde es dann der immer noch ausgezeichnete Startplatz zwei. In dem Cup werden einheitliche 600ccm-Viertaktmotorräder vom Typ Yamaha R6 eingesetzt, die Geschwindigkeiten von ca. 270 km/h erreichen können. Am Rennsonntag blieb es dann trocken, ein Umstand, der dem Moto Nord Fahrer entgegenkam. Allerdings fiel er nach dem Start zunächst auf Position sechs zurück. „Der Start war mir zwar misslungen, doch ich wusste, dass ich die Jungs wieder einholen würde.“ meinte Manou Antweiler hinterher. Er eroberte sich Platz um Platz zurück, bis er sechs Runden vor Schluss die Führung übernahm. Zwei Verbremser sorgten für brenzlige Situationen, einmal am Ende der Start-Ziel-Geraden und ein zweites Mal in der letzten Runde, am Ende der Gegengeraden: „Ich wusste nicht, welchen Vorsprung ich bereits herausgefahren hatte, und wollte möglich stark bremsen und Kampflinie fahren. Dadurch stand ich ganz quer und wäre beinahe kurz vor Schluss abgeflogen.“ Manou Antweilers erster Sieg katapultierte ihn auf Platz zwei der Tabelle mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Führenden, den 15-jährigen Österreicher Marco Nekvasil.
Manou Anteiler (Mitte) auf Position zwei in der Startaufstellung
Manou Anteiler erhält den Siegerpokal und Beifall von Eishin Chihan, dem neuen Präsidenten von Yamaha Motor Deutschland
Im ADAC Junior Cup kam Aris Michail (14/Hamburg) mit den nassen Bedingungen im Zeittraining ebenfalls gut zurecht und fuhr wie bereits schon am Lausitzring auf die Pole Position mit einer Zeit von 1‘ 53,3“. Er tritt wie im Vorjahr - damals noch gemeinsam mit Max Maurischat - für das ADAC Team Hansa an. Im Cup werden einheitliche 125ccm-Zweitaktmotorräder vom Typ Aprilia RS 125 eingesetzt, die eine Leistung von maximal 35 PS an der Kupplung haben dürfen. Das Rennen fand wiederum unter trockenen Bedingungen statt, und es schien zunächst so, als wenn Aris Michail wie am Lausitzring einen Start-Ziel-Sieg mit großem Vorsprung einfahren könnte. Doch der 17-jährige Kevin Rentzsch aus Moritzburg konnte ihm nicht nur folgen, sondern lieferte sich mit ihm einen spannenden Zweikampf mit wiederholten Führungswechseln an der Spitze. Am Sachsenring hatte Rentzsch nach der Disqualifikation von Michail seinen Sieg nur geerbt, nun wollte er ihn unbedingt aus eigener Kraft erringen. Aber der Sachse wollte zu viel und stürzte. Obwohl Aris Michail nun einen komfortablen Vorsprung von über zehn Sekunden vor seinen Verfolgern hatte, fuhr er zunächst weiter am Limit und musste in der Hasseröder Kurve einen heftigen Rutscher abfangen. Am Ende konnte der Moto Nord Fahrer nicht nur einen souveränen Sieg, sondern mit einer Zeit von 1‘ 47,5“ auch die schnellste Rennrunde für sich verbuchen. Im anschließenden TV-Interview mir dem Sender „Sport 1“ resümmierte er trocken: „Ich hatte Kämpfe mit Rentzsch gehabt, aber letztendlich ist er dann gestürzt, und dann konnte ich meinen Weg fahren.“
Aris Michail (#7) vor Kevin Rentzsch (#24)
Siegerehrung ADAC Junior-Cup, v.l.n.r.: Daniel Gebhardt (2.), Aris Michail (1.), Kevin Rofner (3.)
In der IDM 125-Klasse, in der die 125ccm-Zweitaktmaschinen gemeinsam mit den 250ccm-Viertaktern (Moto 3) in einer getrennten Wertung antreten, fuhr Moto Nord Fahrer Max Maurischat (16/Hamburg) für das Freudenberg Racing Team auf seiner KTM GP 125 ccm im nassen Zeittraining mit einer Rundenzeit von 1‘ 52,8“ in der Gesamtwertung auf Platz fünf und in der Zweitaktwertung auf Platz drei. Die eingesetzten Maschinen sind mit einer Leistung von ca. 50 PS und Höchstgeschwindigkeiten von etwa 230 km/h zwar vergleichbar, doch unterscheidet sich die Motorcharakteristik beider Konzepte derart, dass die getrennte Wertung angemessen ist. Im ersten Lauf, der an dem verregneten Samstag ausgetragen wurde, konnte Maurischat einen sensationellen zweiten Platz in der Zweitaktwertung erzielen. Lediglich der Norweger Henning Flathaug, der anscheinend mit solchen widrigen Bedingungen gut vertraut ist, war innerhalb dieser Wertung etwas schneller. Der Norweger war für den Hamburger zwischenzeitlich durchaus in Schlagdistanz, doch Maurischat wollte keinen Sturz riskieren. Auch im zweiten Lauf, der unter besseren Witterungsbedingungen am Rennsonntag stattfand, konnte Maurischat mit 1‘ 36,6“ die schnellste Zweitakt-Rundenzeit des Wochenendes fahren und erneut einen Podestplatz erringen: Mit einem dritten Platz übernahm er der amtierende ADAC-Junior-Cup-Meister die Tabellenspitze der IDM 125.
Max Maurischat beim ersten Rennen in Oschersleben (Foto: IDM)
Siegerehrung IDM 125, v.l.n.r.: R. Damien (Schweiz), T. van Leeuwen (Niederlande), M. Maurischat (Deutschland)
Auch die beiden Mini Bike Piloten Philipp Freitag (14/Buchholz) und Leon Czichos (10/Stadland) waren in im nasskalten Oschersleben im Einsatz: Die ADAC Mini Bike Cup Rennen fanden auf der Kartbahn statt. Czichos konnte sich für das A-Finale qualifizieren und in den beiden Rennen einen achten und einen neunten Platz einfahren. Freitag tappte in eine Qualifikationsfalle: Nachdem Dennis Norick Stelzer aus Dohma/Sachsen die zu Beginn des ersten Zeittrainings halbwegs trockene Ideallinie für eine hervorragende Rundenzeit genutzt sich damit die Pole Position gesichert hatte, setzte der Regen wieder ein. Damit wurde es für alle Piloten, die das enge Zeitfenster nicht nutzen konnten, zusehends schwerer, die 110%-Hürde zu nehmen: So starteten nur zehn Fahrer im A-Finale und Freitag musste mit dem Rest des Feldes, darunter auch der amtierende Mini Bike Europameister Lukas Tulovic aus Eberbach, im B-Finale antreten, in dem er mit den Plätzen vier und drei sich zumindest Punkte für die Meisterschaft sicherte.
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